Techniken der Themenfindung im Kreativen Schreiben
Jedes Schreiben bedarf eines Themas. Der einfachste Weg der Themenfindung ist die spontane Ideensammlung. Die momentane Situation eines Schreibenden beinhaltet häufig bereits eine Vielzahl möglicher Themen (persönliche Fragen, Erlebnisse etc.). Innerhalb einer Gruppe können diese Ideen zu einem "Themenpool" zusammengetragen werden. Durch Auslosen oder Abstimmen kann ein gemeinsames Thema ermittelt werden, oder jedem wird die Wahl daraus selbst überlassen.
Ein Leiter hat auch die Möglichkeit, ein Thema vorzugeben. Dies kann er in Form von Stichworten oder eines Themenvorschlags tun, sollte diese Variante jedoch nur dann wählen, wenn die Gruppe keine eigenen Ideen entwickelt oder wenn er den Einstieg ins Schreiben bewußt erleichtern will.
Das Brainstorming [80] ist ein bekanntes Verfahren zur Ideensammlung. Es geht auf den Amerikaner A.F. Osborn zurück und schaltet die bewußte Kontrolle der linken Hemisphäre durch "Drauflosreden" vorübergehend aus (Prinzip des aufgeschobenen Urteils). Die Regeln des Brainstormings besagen, daß so viel wie möglich und die verschiedensten Ideen und Assoziationen gesammelt werden sollen. Je mehr Ideen auftauchen, desto besser. Erst nach Abschluß des Brainstormings werden die Ergebnisse beurteilt und auf Brauchbarkeit untersucht.
Reichen diese Impulse zur Themenfindung nicht aus, besteht die Möglichkeit der aktiven Themensuche. Dies kann z.B. in Form von Beobachtungen geschehen (eine halbe Stunde im Straßencafé, an der Bushaltestelle oder auf dem Fußballplatz), durch Blättern in Zeitungen oder durch das sogenannte "Buchstechen" [81]. Hierbei wird ein Buch (z.B. ein Lexikon) an beliebiger Stelle aufgeschlagen. Ein blind gedeutetes Wort bildet dann das Thema. In der moderneren Form könnte man sich beispielsweise in der Wikipedia einen zufälligen Artikel anzeigen lassen.
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