Lila und der Weihnachtsmann
Lila ist mit Mama in der Stadt zum Einkaufen. Die Geschäfte sind mit vielen Lichtern geschmückt, und auf den Straßen drängeln sich die Leute.
Vor einem Schaufenster mit Spielzeug bleibt Lila stehen und drückt ihre Nase an die Scheibe. Sieh mal, Mama. Sie greift die Mutter bei der Hand und zieht sie in den Laden.
Vor einem Haufen bunter Pakete sitzt ein großer, dicker Mann mit rotem Mantel und langem weißen Bart.
Hallo, sagt Lila und steuert auf den dicken Mann zu.
Hallo, kleines Mädchen, sagt der dicke Mann und lächelt.
Ich bin kein kleines Mädchen, sagt Lila und kreuzt die Arme vor der Brust. Ich bin Lila.
Oh, hallo Lila, sagt der Mann und lächelt noch ein bisschen mehr.
Und wer bist Du? fragt Lila.
Ich bin der Weihnachtsmann, sagt der dicke Mann. Siehst Du das denn nicht? Und er deutet auf die Pakete hinter sich.
Nö, sagt Lila. Du bist nicht der Weihnachtsmann. Du hast Dich nur als Weihnachtsmann verkleidet. In Wirklichkeit bist Du ein richtiger Mensch.
So? fragt der Weihnachtsmann und zieht eine Augenbraue hoch. Wie kommst Du denn darauf?
Oh Mann, sagt Lila und dreht sich zu ihrer Mutter. Dass alle Weihnachtsmänner immer behaupten müssen, der Weihnachtsmann zu sein.
Erstaunt blickt der große, dicke Mann mit dem roten Mantel zu Lilas Mutter. Die lächelt nur und streicht Lila über den Kopf.
Ja, aber wer bringt Dir kleinem Mädchen denn dann zu Weihnachten die Geschenke? fragt der Mann.
Lila verdreht die Augen. Ich bin kein kleines Mädchen. Ich bin Lila. Und ich weiß schon ganz lange, dass es keinen Weihnachtsmann gibt.
Oh ja, verstehe, sagt der verkleidete Weihnachtsmann und sieht plötzlich ein bisschen traurig aus. Aber wer bringt Dir denn Deine Geschenke, kleine Lila?
Ach, Sie sind ja vielleicht dumm, ruft Lila. Dabei sind Sie doch schon ganz alt. Die Geschenke? Na, die bringt mir doch das CHRISTKIND!
Und plötzlich huscht ein Strahlen über ihr kleines Gesicht.
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